Musiktheater

Frank-Steffen Elster im Interview zum Gewandhaus-Kinderchor und den szenischen Projekten des Chores.

Pünktlich zum Wagner-Jahr 2013 hat der Gewandhaus-Kinderchor ein neues szenisches Projekt aufs Programm gesetzt: „DER RING – EIN MUSIKTHEATER“

Eifersucht, Macht, Liebe, Gier sind einige der Haupt-Themen, die Richard Wagner in seinem „Ring der Nibelungen“ in vielen Stunden Musik verarbeitet hat. Das Gewandhaus hat bei dem Komponisten Lutz Glandien ein Werk in Auftrag gegeben, das sich von den Motiven und der Musik Wagners inspirieren ließ: „Der Ring“.

Der Regisseur des Stücks, Philipp J. Neumann, hat gemeinsam mit Carl-Christian Elze das Libretto geschrieben und darin die zentralen Handlungsmotive Wagners in einer neuen Handlung verarbeitet, die in nicht allzu ferner Zukunft spielt: Die alternde Gesellschaft braucht dringend Nachschub junger Menschen, um das System vor dem Kollaps zu bewahren. Um den Nachwuchs schneller dem Arbeitsmarkt zuführen zu können, wurde eine hoch effiziente Lern-Methode entwickelt: Der Ring. Diese komplexe, virtuelle Bildungswelt kann erfordeliches Wissen und notwendige Fähigkeiten viel effektiver vermitteln als es ein Lehrer je könnte. An einem Spezialinternat soll die Methode probeweise umgesetzt werden. Bald geraten Empathie, Freundschaft und Liebe in diesem System ins Hintertreffen. Verrohung, Gefühlskälte und Gewalt beherrschen die Jugendlichen, was schließlich in einer Katastrophe endet.

Gemeinsam mit Musikern des Gewandhausorchesters spielt und singt der GewandhausKinderchor die Uraufführung am 24./25. Mai 2013, 18 Uhr, unter der musikalischen Leitung von Frank-Steffen Elster.

Der Ring ist ein Musiktheater von Lutz Glandien, das am 24. Mai 2013 im Gewandhaus in Leipzig Premiere hatte. Philipp J. Neumann[1] und Carl-Christian Elze schrieben das Libretto. Das Stück wurde inspiriert von den zentralen Handlungsmotiven des „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner und seiner Musik.